Uwe Jordan auf den Spuren des großen Unbekannten: B. Traven - Lesung beim Hoyerswerdaer Kunstverein

Erstellt: Dienstag, 19. März 2019 Zuletzt aktualisiert: Dienstag, 19. März 2019 Geschrieben von Martin Schmidt

Uwe Jordan auf den Spuren des großen Unbekannten: B. Traven

Liebe Mitglieder und Freunde, sehr geehrte Gäste
Uwe Jordan liest Am Donnerstag, dem 28. März, 2019, um 19 Uhr wird Uwe Jordan, der exzellente Literaturkenner, im Schloss Hoyerswerda beim Kunstverein e.V. den Schriftsteller B. Traven (ca.1882 -1969) vorstellen, um dessen Leben und Werk seit nahezu einem Jahrhundert ein Geheimnis herrscht.
Dazu erklärte der Schriftsteller: „Wo meine Heimat ist? Da wo mich niemand stört, niemand wissen will, wer ich bin, niemand wissen will, was ich tu‘, niemand wissen will, woher ich gekommen bin, da ist meine Heimat, da ist mein Vaterland.“ Der Autor führte - wie seine Bücher zeigen - ein abenteuerliches Leben in zahlreichen Berufen, in denen er die Not der verdrängten Völker Amerikas kennenlernte. So beschrieb er es in seinen Büchern. Von 1930 -1939 schuf B. Traven die sechs Bände des Caoba-Zyklus. Diese folgen romanhaft der Geschichte Mexikos bis zur mexikanischen Revolution Anfang des 20. Jahrhunderts.
Den Band „Regierung“ stellt Uwe Jordan in den Mittelpunkt seines Vortrags.
In der Erzählweise der Romane sehen Literaturwissenschaftler ihn in der Nachfolge von Jack London und Karl May. Der Autor übt Kritik am damals herrschenden amerikanischen Kapitalismus, an der Zerstörung der Natur – z.B. dem rücksichtslosen Zerstören der Mahagoniwälder - und der Ausbeutung und Verdrängen der indigenen Bewohner Amerikas. An Spannung und Diskussionsstoff mangelt es seinen Büchern nicht. B. Traven war ein engagierter Schriftsteller des vorigen Jahrhunderts, der zahlreiche gesellschaftliche und soziale Probleme voraussah und dazu in seinen Büchern Stellung bezog. Seine Bücher, die in 32 Sprachen übersetzt wurden, sind immer wieder neu eine Lesung mit anschließender Diskussion wert. Alle Freunde der Literatur können gespannt sein, wie Jordan diesen Autor und dessen Werk vorstellt. Martin Schmidt

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