Seit zwei Jahrzehnten Gäste in der Brigitte-Reimann-Begegnungsstätte der Neustadt

Erstellt: Mittwoch, 09. Mai 2018 Zuletzt aktualisiert: Mittwoch, 09. Mai 2018 Geschrieben von Martin Schmidt

Seit zwei Jahrzehnten Gäste in der Brigitte Reimann-Begegnungsstätte der Neustadt

Reisegruppe der Urania Potsdam an der Brigitte-Reimann-Begegnungsstätte Die Frühlingssonne lockt nicht nur die Blumen und das Grün der Bäume hervor, sondern auch die Reisefreudigen auf die Straßen. Die Sonne zieht die einen in Hoyerswerdas Zoo und ins Schloß, um von der Geschichte eines der ältesten Gebäude zu hören. Andere suchen nach der Literatur älterer und jüngerer Jahre, die hier entstand und illustre Namen auf den Titelseiten führt. Brigitte Reimann und Siegfried Pitschmann legten hier mit ihren Romanen, Erzählungen, Tagebüchern und den Briefsammlungen unvergängliche Spuren, denen immer wieder Leser – junge und ältere - aus nahen und fernen Städten und Ländern folgen.
Reisen die einen per Bus in größeren Scharen – wie kürzlich wieder eine Urania-Gruppe aus Potsdam - an, kommen andere in Gesprächs- oder Wandergruppen aus Dresden oder Leipzig, aus Berlin, Bayern oder weiter gelegenen Ländern. Gewiss könnten es noch mehr sein, doch auf der Homepage der Stadt suchten kürzlich Gäste aus Berlin unter den zu besuchenden Stätten Hoyerswerdas - wie z.B. das ZCOM und den Erfinder des Computers – vergebens nach auch nur einem kleinen Hinweis auf die Brigitte Reimann-Begegnungsstätte des Kunstvereins und dessen Spaziergänge durch die Stadt, geschweige denn auf den Namen der Autorin, erzählten sie traurig. Dennoch finden Lehrer, Studenten, Schüler und Eltern anderer Orte häufiger in die B. Reimann Str. 8 als die der eigenen Stadt, wie die Gästebücher der Begegnungsstätte lebhaft zeigen. Zur Literatur, zu deren Geschichte über ein halbes Jahrhundert hinweg und deren Verflechtung wird dort gut und inhaltsreich informiert. Man findet zu Architektur wie zur Entwicklung des Städtebaus und dessen Zielen im vorigen Jahrhundert verlässliches Material. Zudem wird auf Stadtgeschichte, deren Präsentation im Schloß und zur Brigitte Reimann-Gesellschaft hingewiesen und informiert. Die Gäste aus Potsdam hatten – wie bereits gesagt - in Brieske die Geschichte der Gartenstadt Marga besucht und erfuhren nun in der Neustadt von der ersten Stadt des industriellen Wohnungsbaus. Da war des Gedankenaustausches kein Ende, man wanderte gemeinsam durch WK I und die Bautzener Allee, um im Zentralpark der Neustadt am Brigitte Reimann-Zeichen zu verweilen und entsprechende Texte zu hören. Das Fazit dieser Begegnungen lautet stets gleich: Hoyerswerda ist eine Reise wert. Hilfreicher wäre, alle Möglichkeiten – von Schwarzkollm bis Knappenrode/Zeisig, von Schwarze Pumpe bis Wittichenau, vom Bernsteinsee bis zum Senftenberger See und den anderen Wassersportmöglichkeiten – in einer eine Übersichts-Broschüre hinzuweisen und/oder eine Wanderkarte mit kurzen präzisen Hinweisen zu gestalten und anzubieten. Das Internet ist neben das altbewährte Schaufenster früherer Zeiten getreten, beide müssen gepflegt werden, um interessierte Gäste in die Region mit ihrer Vielfalt zu locken.

Reimann-Spaziergang mit Reisegruppe aus Potsdam am ehemaligen Wohnhaus von Brigitte Reimann und Siegfried Pitschmann in Hoyerswerda

Liselotte-Herrmann-Straße 20 in Hoyerswerda, Wohnung von Brigitte Reimann in der obersten Etage

 

 

 

 

 

 

 

 

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