Kunstverein Hoyerswerda

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Kunstverein Hoyerswerda

Dr. Wolfgang Wessig, Görlitz, stellt den Schriftsteller Jakob Wassermann(1873-1934) vor.

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„Die Geschichte des Grafen Erdmann Promnitz“


Dr. Wolfgang WessigAm Donnerstag, 24. Mai 2012, um 18 Uhr stellt Dr. Wolfgang Wessig, Görlitz, im Schloss Hoyerswerda Texte vor, die Jakob Wassermann(1873-1934) im ersten Drittel des 20 Jahrhunderts zu einem der berühmtesten und meist gelesenen deutschen Schriftsteller neben Thomas Mann machten. „Die Geschichte des Grafen Erdmann Promnitz“, die an diesem Abend im Mittelpunkt stehen wird, handelt von einem der berühmtesten Adelsgeschlechtern in den Lausitzen und Niederschlesien von 1539 bis 1735, auch in Hoyerswerda. Jakob Wassermann wurde 1873 in Fürth geboren, brach die Lehre zum Kaufmann in Wien ab und widmete sich dem Schreiben. Nach Wanderjahren durch Süddeutschland arbeitete er seit 1896 in der Münchner Redaktion der Zeitschrift „Simplizissimus“. Im gleichen Jahr erschienen seine ersten Romane. „Die Juden von Zirndorf“ machten ihn im weiten Umkreis bekannt. Jakob Wassermann befreundete sich mit Thomas Mann, Rainer Maria Rilke und ging als Mitarbeiter der Frankfurter Zeitung nach Wien. Regelmäßig erschienen Erzählungen, Romane und essayistische Arbeiten. Der Roman „Caspar Hauser oder die Trägheit des Herzens“ fand großen Anklang , desgleichen die Biographien „Alexander in Babylon“, „Christoph Columbus“ und die Erzählung „ Das Gold von Caxamalca“. Im Jahr 1933 verboten die Nationalsozialisten seine Bücher. 1934 starb er in seinem Wohnort Altaussee in Österreich. „Alles Unrecht und Leiden der Erde hat seinen Grund darin, daß Erfahrungen nicht übermittelt werden können. Höchstens mitgeteilt.“, schrieb Jakob Wassermann, “Zwischen dem Zugemessenen und dem Unerträglichen liegt der ganze Weg der Erfahrung, den immer nur einer allein für sich gehen kann“. Diesem Gedanken folgt er auch in seinen Erzählungen, die spannende, historisch fesselnde Bilder der Zeiten vom Mittelalter bis zur Gegenwart des Autors mitteilen, und psychologisch an Dostojewski geschult sind. Wassermann hoffte, mit seinen Büchern für Frieden ohne nationale Spannungen zwischen Völkern, Rassen wirken zu können. Die Machtübernahme der Nationalsozialisten und deren Rassenhass stürzten ihn in Resignation.
Dr. Wolfgang Wessig stellt in seiner spannungsreichen, bewundernswert ausgewählten Lesung den Autor und „Die Geschichte des Grafen Erdmann Promnitz“ vor. Er folgt turbulenten Irrwegen von Menschen und malt dabei ein reales Bild jenes Jahrhunderts. Literatur- und Geschichts-Freunde heißen wir herzlich gern willkommen. Ihr Martin Schmidt
 

Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, den 09. Mai 2012 um 09:32 Uhr
 

Maik Hamburger zum Thema: Shakespeares Komödie ‚Der Kaufmann von Venedig‘ und der Antisemitismus

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Liebe Freunde und Mitglieder, sehr geehrte Damen und Herren,
Maik Hamburger (2. von links) 2009 beim Kunstverein in HoyerswerdaWilliam Shakespeare (1564-1616), der bedeutendste europäische Dramatiker , und sein Werk „Der Kaufmann von Venedig“, stehen am Dienstag, dem 29. Mai 2012, um 19 Uhr im Mittelpunkt des Gesprächs am Kamin im Schloss Hoyerswerda. Maik Hamburger, der Vizepräsident der Deutschen Shakespeare-Gesellschaft, „einer der bedeutendsten Shakespeare-Kenner im deutschsprachigen Raum“, ist Gast des Hoyerswerdaer Kunstvereins zum Thema: „Shakespeares Komödie ‚Der Kaufmann von Venedig‘ und der Antisemitismus“ Maik Hamburger, geboren 1931 in Shanghai, verlebte seine Kindheit in China, der Mongolei, der CSR, in Polen, der Schweiz und in England. Die Schule besuchte er in Oxford und studierte in Aberdeen Philosophie. 1951 folgte er seiner Mutter, der Schriftstellerin Ruth Werner, in die DDR, studierte Physik in Leipzig, schloss dort Freundschaft mit dem späteren Regisseur Adolf Dresen, arbeitete als Übersetzer, Journalist und seit 1966 nahezu 30 Jahre als Dramaturg am Deutschen Theater Berlin. Maik Hamburger übersetzte 15 Werke von William Shakespeare, von Sean O‘Casey, Arthur Miller, Tennesee Williams und anderen englisch -sprachigen Autoren. Er unterrichtete an der Theaterhochschule Leipzig, an der Schauspielschule „Ernst Busch“ Berlin und an der Universität der Künste Berlin. Maik Hamburger war Hermann- Hesse-Stipendiat in Calw. Von ihm erschien 2008 in Cambridge eine Geschichte des deutschen Theaters in englischer Sprache. „Der Kaufmann von Venedig“, 1596 bis 98 von Shakespeare als Komödie geschrieben, 1605 vor König Jakob I. uraufgeführt, erweckte früh den Vorwurf des Antisemitismus. Der Frage nach Wahrheit und Irrtum, nach rassenfeindlichem Missbrauch des Textes durch die deutschen Nationalsozialisten geht Maik Hamburger nach. Er erzählt von Inszenierungen und Deutungen der Komödie durch berühmte Regisseure und Schauspieler. Er weckt Verständnis für das Genie Shakespeares und führt zur Freude an dessen Werken. In der Komödie geht es um Macht- und Geldgier, Verachtung anderer Menschen, um formale Rechthaberei, um die Entscheidung Gnade vor Recht, um Fragen, die auch heute aktuell sind. Maik Hamburger, ein humorvoller, geistreicher Theatermann, der irische Literatur und Gesänge liebt, weiß „nicht alles , was glänzt, ist Gold“ .
Zu dieser anregenden Begegnung mit Maik Hamburger, dessen Vater Rudolf Hamburger von 1958-64 mit Richard Paulick das neue Hoyerswerda schuf, laden wir Sie, Ihre Partner und Freunde herzlich ein und würden uns freuen, Sie begrüßen zu können. Mit freundlichen Grüßen Martin Schmidt
Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, den 16. Mai 2012 um 10:25 Uhr
 

Hinter den Kulissen - Fotoausstellung von Klemens Renner

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Klemens (links) und Rudolf Renner zur einer Ausstellungseröffnung 2011 in Panschwitz-Kuckau Bilder zum Theater, Ausstellung Panschwitz-KuckauLiebe Freunde, sehr geehrte Damen und Herren,
hinter die Kulissen eines Theaters zu schauen, zählt für die Liebhaber dieser Kunst zu den schönsten Ereignissen. Die Hoyerswerdaer Theaterfreunde nutzten mit Freude jede Gelegenheit zu solchem Einblick. Am Freitag, dem 1. Juni 2012 um 19 Uhr, besteht dazu eine Möglichkeit besonderer Art: Der junge Fotograf Klemens Renner aus Senftenberg präsentiert im Gebäude des Lausitzer Technologiezentrums GmbH Lautech in Lauta, Str. der Freundschaft 92, eine Ausstellung „Hinter den Kulissen der Neuen Bühne Senftenberg“. Die mehr als 60 Aufnahmen entstanden bei den Vorbereitungen zum 7. Glück-Auf- Fest und bei den nachfolgenden Inszenierungen – zeigen nicht nur junge und erfahrene Mimen, sondern auch Musiker, Masken- und Kostümbildner, Ausstatter, Maler, nahezu alle Berufe am Theater bei der Arbeit oder in Ruhe. Die Bilder vermitteln das Miteinander bei Probe, im Gespräch, in Aktion und in Ruhe. Die Atmosphäre eines Theaters, voller Spannung,, Anstrengung, voller Suche nach Aussage und im Nachdenken, teilt sich dem Betrachter mit. Klemens Renner, geboren 1989, besuchte in Senftenberg das Gymnasium, absolvierte am Theater Praktika. Seit drei Jahren studiert er Architektur an der BTU Cottbus. Fotografie blieb seine große Leidenschaft, wie seine Ausstellungen im Kloster Marienstern, im Theater Neue Bühne Senftenberg und an anderen Orten zeigten. Nicht technisches Geschick prägen sie, sondern Beobachtungsgabe, Ruhe und Achtung vor dem Menschen gegenüber.  Davon können sich alle Foto- und Theaterfreunde bei der Eröffnung der Ausstellung überzeugen.  
Ihr Martin Schmidt



Zuletzt aktualisiert am Donnerstag, den 17. Mai 2012 um 16:18 Uhr
 

Stadtgespräch mit Thomas Delling zur bürgerschaftlichen Mitgestaltung

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Thomas Delling (rechts) zur Tagung der Reimann-Gesellschaft 2004 in Hoyerswerda

Stadtgespräch zur Vielfalt bürgerschaftlicher Mitgestaltung

Sehr geehrte Daman un d Herren, liebe Freunde,
die Hoyerswerdaer Stadtgespräche, die der Kunstverein in Kooperation mit dem Bildungswerk für Kommunalpolitik Sachsen gestaltet, ermöglichen einen Gedankenaustausch der Bürger mit den Verantwortlichen zu Aufgabe, die vor Hoyerswerda stehen. Am Mittwoch, 6.Juni 2012, 19 Uhr spricht und diskutiert im Schloss Bürgermeister Thomas Delling „Jugend- Sport – Bildung- Kultur“.
Im Leitbild der Stadt ist folgendes formuliert:
„In Hoyerswerda ist die Qualität der schulischen Bildung in allen Schultypen hinsichtlich der Inhalte und der Ausbildung auf hohem Niveau.
Die Stadt Hoyerswerda bietet für die Bürger der Stadt und der Region von der Kinderuniversität über die Volkshochschule bis zur Seniorenakademie ein breites Angebot für alle Generationen und für Bildung an der Lebensbiographie entlang.
Hoyerswerda hat mit seiner sportlichen Infrastruktur und seinen aktiven Vereinen im Breiten- aber auch im Leistungssport unter Dachmarke Team Lausitz“ den Ruf eines regionalen Förderzentrums.“
(Leitbild und Zukunftsstrategie „Hoyerswerda 2025“; Perspektiven einer Stadt im Wandel)
Die wesentlichen Träger dieser Bereiche sind Vereine und Verbände. In 440 Vereinen engagieren sich mehrere tausend Hoyerswerdaer, das ist bürgerschaftliches Engagement für die junge Generation gemeinsam mit den Mitbürgern.
Der Bürgermeister für kommunale Dienstleitungen Thomas Delling wird an diesem Abend nicht nur den gegenwärtigen Stand in diesen Bereichen vorstellen, sondern unsere Blicke vor allem auf die vor uns liegenden Aufgaben, auf Gestaltungsmöglichkeiten und auf nächste Ziele lenken. Diese Vereinigungen von Bürgern in unserer Stadt leisten mit ihrer Tätigkeit nicht nur wesentliche Beiträge zum kulturellen, sportlichen, sozialen Leben und zur Bildung, sondern sie gestalten es inhaltlich in eigener Verantwortung. Dieses Miteinander ist ein Garant für urbanes Leben in Hoyerswerda, sie spiegelt die Vielfalt der Ideen, der Liebe zu verschiedenen Künsten, Sportarten Bildungswege und für Jugendkultur. Diese urbane Kultur wuchs parallel zur Entstehung der Neustadt, dem Ausbau der Altstadt vor fast 60 Jahren. Sie ist zu einem Charakteristikum Hoyerswerdas geworden, das es zu erhalten gilt, nächsten Generationen weiter zu geben und neue Tätigkeitsfelder zu erschließen. Der Darstellung von Bürgermeister Delling schließt sich ein Gedankenaustausch mit den Teilnehmern an, der vor allem der Klärung von Fragen, dem Abwägen von Vorschlägen und auch kritischer Betrachtung von noch nicht bewältigten Aufgaben dienen soll. 
Dazu sind alle interessierten und engagierten Bürger herzlich eingeladen.
Ihr Martin Schmidt

Zuletzt aktualisiert am Samstag, den 19. Mai 2012 um 16:58 Uhr
 

Neues vom Denkzeichen für Brigitte Reimann im Zentralpark Hoyerswerda

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Werbung im neuen Zentralpark für das Brigitte-Reimann-Denkzeichen

Werbetafel für Reimann-Denkzeichen mit Blick zum Zuse-Tower

Mit Blick zum Lausitz-Center

Eine kleine Vorstellung von dem, wie das Brigitte-Reimann-Denkzeichen einmal aussehen soll, ist jetzt im neuen Zentralpark in Hoyerswerda an dem vorgesehenen späteren Standort zu bewundern. Von der Fa. Siegel-Werbung aus Lauta wurde diese schöne "Werbetafel" gespendet und aufgestellt. Dafür gilt den "Stiftern" ein besonders herzlicher Dank des Kunstvereins und sicher auch ein Dank vieler Bürger unserer Stadt. Die Stadt gewinnt dadurch Individualität und etwas von dem, was in mittelalterlichen Städten Charme und Bürgerstolz ausmachte. Bleibt zu hoffen, dass ähnliche Denkzeichen auch für andere wichtige Persönlichkeiten dieser Stadt entstehen. 



Für das Reimann-Zeichen wird noch immer geworben.Mai 2012Auch im Winter 2012 ein toller Anblick. Der neue Zentralpark im Herbst 2011

Zuletzt aktualisiert am Donnerstag, den 17. Mai 2012 um 20:34 Uhr
 

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