Pfarrer Dr. Siegfried Foelz stellt Leben und Werk der Kinderbuchautorin Ilse Weber vor.

Erstellt: Donnerstag, 02. Februar 2012 Zuletzt aktualisiert: Samstag, 12. Juli 2014 Geschrieben von Martin Schmidt

Wann wohl das Leid ein Ende hat-Briefe und Gedichte aus Theresienstadt 

Dr. Siegfried Foelz Liebe Mitglieder und Freunde,sehr geehrte Damen und Herren,
am Mittwoch, dem 15. Februar 2012, um 19 Uhr hat unser Kunstverein im Schloss Hoyerswerda Herrn Pfarrer Dr. Siegfried Foelz, Schmochtitz, zu Gast. In seinem Vortrag „Wann wohl das Leid ein Ende hat“ stellt er Leben und Werk der Kinderbuchautorin Ilse Weber (1903 – 1944) vor.
Ilse Weber (geb. Herlinger) wurde 1903 in Witkowitz bei Mährisch-Ostrau geboren und wuchs in einer jüdischen Familie auf. Bereits mit 14 Jahren schrieb sie für jüdische Kinder Märchen und kleine Theaterstücke, die in deutschen, tschechischen, österreichischen und Schweizer Zeitungen veröffentlicht wurde. Im Jahr 1927 erschien das Buch für Kinder “Das Trittrollerrennen und andere Erzählungen“ und 1928 „Geschichten um Mendel Rosenbach –Erzählungen für jüdische Kinder. 1930 heiratete sie Willi Weber. 1931 wurde dem Ehepaar der Sohn Hanus und 1934 Tommy geboren. Die Familie zog nach Prag, um dem Nazi-Terror zu entgehen, wurde 1942 jedoch ins KZ Theresienstadt verschleppt. Dort arbeitete Ilse Weber als Oberschwester in der Kinderkrankenbaracke. Ihren Sohn Hanus konnte sie kurz vor der Deportation in einen Kindertransport setzen, er überlebte in England und kam nach dem Krieg von Schweden nach Prag, das er 1969 verließ. Sein Bruder Tommy und seine Mutter wurden 1944 im KZ Auschwitz ermordet. Willi Weber überlebte den Todesmarsch. Vor diesem hatte er Gedichte seiner Frau vergraben , die er später wiederfand. Diese Zeugnisse der Menschlichkeit im KZ Theresienstadt erschienen 1991 unter dem Titel „In deinen Mauern wohnt das Leid“ und mit weiteren 2008 unter dem Titel unserer Veranstaltung.
Pfarrer Dr. Foelz wird von dem furchtbaren Schicksal dieser Frau und Mutter, von ihrer karitativen Lebenshaltung, vom Anliegen ihres künstlerischen Schaffens in seiner bewundernswert einfühlsamen, menschlich ermutigenden , freundlich bescheidenden Darstellungsweise berichten und einige der Texte zu Gehör bringen. Wir würden uns freuen, Sie , Ihre Partner und Freunde begrüßen zu können. Mit freundlichen Grüßen
Ihr Martin Schmidt

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