Der Maler Carl Spitzweg – Meister des Biedermeier - Eine Betrachtung von Prof. Dr. Andreas Wien

Erstellt: Mittwoch, 11. Oktober 2017 Zuletzt aktualisiert: Mittwoch, 11. Oktober 2017 Geschrieben von Martin Schmidt

Der Maler Carl Spitzweg – Meister des Biedermeier

Prof. Dr. Andreas Wien beim Hoyerswerdaer Kunstverein, September 2017 Am Dienstag, dem 24. Oktober 2017, um 19 Uhr lädt der Hoyerswerdaer Kunstverein ins Schloss ein, mit Professor Andreas Wien, TU Cottbus- Senftenberg, die Bilder und den Lebensweg des Malers Carl Spitzweg (1808 -1885) zu betrachten. Carl Spitzweg und dessen Bilder „ Der arme Poet“, „Der Kaktusliebhaber“, "Der angefangene Liebesbrief“ oder „Das Ständchen“, um nur einige aus den mehr als 1500 Bildern zu nennen, besitzen bis heute einen großen Verehrerkreis. „Die romantische Freiheit des Geistes, die romantische Ironie verdichten sich durch die Beziehung zu den Realitäten des Daseins – den Tücken des Objekts – zum Biedermeierhumor“, sagt der Kunstwissenschaftler Richard Hamann. Carl Spitzweg erlernte den Beruf eines Apothekers, studierte danach Pharmazie, Botanik und Chemie, die Kenntnisse über Farben halfen ihm, als er 1833 endgültig zur Malerei wechselte. Bereits 1835 wurde er Mitglied des Münchener Kunstvereins, unternahm Studienreisen nach Dalmatien, Venedig, Paris, London, Antwerpen, Frankfurt am Main und schuf humoristische Zeichnungen für die Zeitschrift „Fliegende Blätter“ München. Neben seinen Bildern von Eigenbrötlern, Liebhabern der Bücher, Blumen, der Gärtchen in engen Städten, einsam Tätigen – wie Nachtwächter, Einsiedlern, Kinder beim Drachensteigen oder bei Sonntagsspaziergängern – entstanden auch Landschaftbilder seiner Heimat. Die träumerische Poesie des Malers, welche Bescheidenheit und Not nicht verschweigt, Einsamkeit nicht verspottet, läßt immer wieder freundlich über Zeiten und Mitmenschen nachdenken. Vor allem aber fesselt seine Kunst des Malens, die Poesie und die Fülle der Einfälle seiner Bilder. Wir dürfen gespannt sein, was Professor Wien, der Jurist und Kunstfreund, und zu Maler und Werk sagen wird. Alle Interessenten sind herzlich willkommen. Martin Schmidt

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