Reimann-Wander-Jahr in Vorbereitung

Erstellt: Freitag, 23. November 2012 Zuletzt aktualisiert: Samstag, 12. Juli 2014 Geschrieben von Katrin Demczenko

Reimann-Wander-Jahr in Vorbereitung


Kunst hat in Hoyerswerda seit den 1960er Jahren einen aktiven Mitgestalter, den Hoyerswerdaer Kunstverein. Dieser erklärte das Jahr 2013 zu „seinem“ Reimann-Wander-Jahr, denn die Autorinnen Brigitte Reimann und Maxie Wander wären dann 80 Jahre alt geworden. Brigitte Reimanns Roman „Franziska Linkerhand“, die Geschichte einer Architektin, die einer neuen Stadt urbanes Leben einhauchen will, wurde bereits kurz nach seinem Erscheinen 1974 in vielen Ländern gelesen. Maxie Wander schrieb und gestaltete 1975 das Drehbuch zu dem Dokumentarfilm „Eine Stadt wird geboren wie ein Kind“. Er ist ein authentisches Zeugnis unserer Stadt, ebenso wie ihre Fraueninterviews „Guten Morgen, Du Schöne“, die 1977 erschienen.
Nächstes Jahr werden die Programme des Kunstvereins „Im Reden wird der Mensch warm und wach (Maxie Wander)“ und „Brigitte Reimann zwischen Euphorie und Resignation“ in Soest, Leipzig und Hoyerswerda gezeigt, sagt der Vereinsvorsitzende Martin Schmidt. Er freut sich, dass das Interesse an Brigitte Reimann inner- und außerhalb von Hoyerswerda ungebrochen ist, was Dankschreiben von Besuchern aus London, Erfurt und Stockholm belegen.
Viele Kunstvereins-Mitglieder, zum Beispiel Kristina Stella, Ines Burdow und Saskia Walker werden in Hoyerswerda Programme zum Geburtstag von Brigitte Reimann gestalten, fährt Schmidt fort. Kristina Stella präsentiert in Buchpremieren die erste Brigitte Reimann Bibliographie und den Briefwechsel zwischen ihr und Siegfried Pitschmann. Die Reimann-Darstellerin Ines Burdow zeigt ihr für den mdr produziertes Feature, in dem sie Zeitzeugen von ihren Begegnungen mit der Autorin erzählen lässt. Saskia Walker berichtet über ihrer Reise nach Moskau und Sibirien auf den Spuren Brigitte Reimanns. Sie will ihre Filmaufnahmen zu einer Dokumentation verarbeiten. Die Journalistin Christina Onnasch und die Fotografin Angelika Fischer stellen ihr Buch „Lebenswege der Brigitte Reimann“ vor. Darin sind Fotos zu sehen, die Brigitte Reimann an ihren Lebensstationen zeigen, ergänzt mit Aufnahmen dieser Orte von 2012.
In der Lausitz wird das „Parabelring“-Projekt fortgesetzt, das alle deutschen und sorbischen Dichter der Region mit ihren Werken und Lebensdaten erfasst. Es gibt jetzt schon Reiseunternehmen, die den Brigitte-Reimann-Spaziergang und die Krabatmühle in ihre Lausitzer Angebote integrieren, erzählt Martin Schmidt. Planmäßig wird der Kunstverein den dritten Brigitte Reimann-Wettbewerb für junge Leute beginnen, der unter Schirmherrschaft des Hoyerswerdaer Oberbürgermeisters Stefan Skora steht.
Stanort des Denkzeichens für Brigitte Reimann im neuen Zentralpark von Hoyerswerda

Der Höhepunkt des Jahres soll jedoch die Enthüllung des weltweit ersten Brigitte-Reimann-DenkZeichens am 21. Juli im Zentralpark Hoyerswerda werden. Die Skulptur „Die Große Liegende“ wird gefertigt vom Dresdener Bildhauer Thomas Reimann. Ehe sie aber aufgestellt werden kann, muss dafür von Bürgern aus Hoyerswerda, Deutschland und der Welt noch Geld gesammelt werden. „Über die Hälfte der Summe haben wir schon“, so Martin Schmidt.
Spenden können auf das Konto der Ostsächsischen Sparkasse Dresden, Kennwort: Reimann-Zeichen, Kto.-Nr. 3000101003, BLZ 85050300 überwiesen werden. Der Kunstverein stellt Spendenquittungen aus.




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