Hommage an Georg Trakl zum 125. Geburtstag mit Jost Hasselhorn und Angelika Leonhardi. Alejandro Leon Pellegrin begleitet musikalisch.

Erstellt: Dienstag, 24. Januar 2012 Zuletzt aktualisiert: Samstag, 12. Juli 2014 Geschrieben von Martin Schmidt

„Wenn die Glocken Frieden läuten“ - Hommage an Georg Trakl zum 125. Geburtstag

Alejandro Leon Pellegrin, Chile Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freunde,
„Am Abend, wenn die Glocken Frieden läuten,/Folg ich der Vögel wundervollen Flügen“, mit diesem Gedicht beginnt die Matinee am Sonntag, dem 5. Februar 2012, um 11.15 Uhr im Schloss Hoyerswerda anlässlich des 125. Geburtstags des Dichters Georg Trakl.
Georg Trakl wurde am 3. Februar 1887 in Salzburg geboren und starb mit 27 Jahren am 4. November 1914 in Krakau. Er begann als Schüler zu schreiben. 1906 wurden ohne sonderliches Echo zwei Theaterstücke aufgeführt, seit 1908 publizierte er dagegen Gedichte mit wachsendem Erfolg in Zeitschriften. 1913 erschien ein erster Gedichtband in Leipzig. Ein Jahr später im ersten Weltkrieg sollte er bei der Schlacht von Grodek allein 100 Schwerverletzten helfen, erlitt aus Verzweiflung einen Nervenzusammenbruch und starb wenig später im Lazarett. Im Gedicht „Grodek“ schilderte er sein Entsetzen .1915 erschien die von ihm noch zusammengestellte Gedicht-Sammlung „Sebastian im Traum“. Karl Kraus, der strenge Kritiker, Else Lasker-Schüler und Oskar Kokoschka zählten zu seinen Gesprächspartner. Zwanzig Komponisten vertonten seine Werke, darunter Hanns Eisler, Paul Hindemith und Hans Werner Henze. Seit 1952 wird in Salzburg der Georg-Trakl-Preis vergeben. “Gewaltig endet so das Jahr / Mit goldnem Wein und Frucht der Gärten. / Rund schweigen Wälder wunderbar / Und sind des Einsamen Gefährten.“
Jost Hasselhorn gestaltete für die Frauenkirche Dresden diese Hommage, die er und Angelika Leonhardi bei uns zuerst vortragen. Alejandro Leon Pellegrin, Gitarrist, Sänger, Bassist, Komponist, Leiter der Gruppe CAMINHO begleitet sie. Er wurde 1971 in Autofagasta (Chile) geboren und an der Musikhochschule Dresden ausgebildet. Die Tango-Oper „Maria de Buenos Aires“ gestaltete der Künstler mit, schuf die Musik zum Dokumentarfilm „Unterwegs nach Ithaka“. Gastspiele führten ihn von Deutschland in die Schweiz, nach Italien und Österreich. Für Alejandro Leon und seine Gruppen gilt „Spaß am Improvisieren und Arrangieren, die Liebe zu Latin- und Weltmusik“, heißt es im Internet. Seine Musik ist facetten- und nuancenreich. Davon wird er bei dieser Matinee zu Ehren Georg Trakls überzeugen.
Ihr Martin Schmidt

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