Zwei Dichter lassen die Lausitz neu entstehen - Roza Domascyna und Erich Sobeslavsky.

Erstellt: Dienstag, 10. Januar 2012 Zuletzt aktualisiert: Samstag, 12. Juli 2014 Geschrieben von Martin Schmidt

Roza Domascyna liest in der Krabatmühle 2011 „Lausitz – alles geschieht wie in einer fließenden Stille“

Liebe Mitglieder und Freunde, sehr geehrte Damen und Herren,
zwei Dichter der Lausitz gestalten am Donnerstag, dem 19 Januar 2012, um 19 Uhr gemeinsam das diesjährige erste Gespräch am Kamin des Schlosses im Hoyerswerdaer Kunstverein: Roza Domascyna, in Zerna geboren, lebt in Bautzen, schreibt in ihrer sorbischen Muttersprache und in deutsch. Erich Sobeslavsky, in Ostrava geboren, in Lauchhammer aufgewachsen, lebt in Dresden. Beide begannen ihre Berufswege auf technischem Gebiet: Roza Domascyna als Ingenieurökonomin des Bergbaus in Knappenrode, Erich Sobeslavsky als promovierter Atomphysiker in Rossendorf und Dubna. Beide kennen Aufgaben, Chancen und Gefahren unserer Zeit, kennen Bedeutung und Veränderungen in der Lausitz, beide huldigen seit langem der Poesie und der Erzählkunst. „Lausitz- alles geschieht wie in einer fließenden Stille“ nennen sie ihr gemeinsames Programm. Roza Domascyna stellt neue, unveröffentlichte Prosatexte vor, die an das Anliegen ihrer jüngsten Bücher „Bevor du gehst“ und “Der Hase im Ärmel“ - Erich Sobeslavky 2005 beim Kunstverein in Hoyerswerda nach sorbischen Legende, Zauberformeln und Märchen- anknüpfen. Erich Sobeslavsky wandert mit neuesten Gedichten und Texten durch zahlreiche Länder, lässt deren Landschaften, Geschichte, Gegenwart, Schönheiten und Vergängliches erstehen. Beide lieben die Märchen, die auch unsere Zeit birgt, beide entdecken uns Vielfalt, an der wir leider oft achtlos vorbeieilen: „verdorrendes Gras, Gefieder und Seide/ und überall Nymphen, die Töchter des Zeus/ und die duftenden Zweige des Lorbeer“, bekennt der Physiker und die Ökonomin antwortet: “Die Quelle der Phantasie sprudelt. Manchmal braucht man nicht einmal die Sprache zu wechseln, um das zu entdecken.“
Zu diesem Dialog der Dichter miteinander und mit uns laden wir Sie, Ihre Partner und Freunde, sowie alle Freunde schöner Sprache, die mit ihren Bildern Herzen bewegt, herzlich ein.
Mit freundlichen Grüßen Martin Schmidt

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