Prof. Dr. Bodo Zelinsky, Universität Köln, über Fjodor Dostojewskij,

Erstellt: Montag, 15. August 2011 Zuletzt aktualisiert: Samstag, 12. Juli 2014 Geschrieben von Martin Schmidt

Von der "Sixtinischen Madonna" zum Spielkasino

Fjodor Dostojweskij Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freunde,
Das nächste Gespräch am Kamin im Schloss Hoyerswerda des Hoyerswerdaer Kunstvereins am Donnerstag, 25. August 2011, um 19 Uhr ist Fjodor Dostojewskij, einem der größten Schriftsteller Rußlands gewidmet.
Herr Dr. Bodo Zelinsky, Professor für slawische Philologie an der Universität Köln, Herausgeber der jüngst erschienenen, dreibändigen Ausgabe „Russische Literatur in Einzelinterpretationen“ - „Der russische Roman“, „Die russische Lyrik und „Das russische Drama“ - folgt dem Dichter „Von der ‚Sixtinischen Madonna’ zum Spielkasino. Dostojewski zwischen Dresden und Bad Homburg“. Dostojewskijs Leben (1821 - 81)war bewegt. Bereits jung wurde er 1845 literarisch aktiv, 1849 wegen revolutionärer Ideen zum Tode verurteilt, doch unmittelbar vor der Hinrichtung bis 1859 nach Sibirien verbannt. Seine „Aufzeichnungen aus einem Totenhaus“ erzählen von jener Zeit.
In den Jahren 1862, 63 und 65 bereiste er Europa, besuchte Dresden und Wiesbaden, lernte das Roulette kennen, verspielte seine Reisekasse und schrieb in nur 26 Tagen die Erzählung „Der Spieler“.
Mit seiner zweiten Ehefrau lebte er 1867 für längere Zeit in Dresden, dort wurde seine Tochter Ljubow in der russisch-orthodoxen Kirche getauft. Sie zogen nach Bad Homburg, Baden–Baden, Genf und kehrten erst 1871 nach Rußland zurück. Mit seinen Romanen „Erniedrigte und Beleidigte“, „Der Idiot“, “Die Dämonen“, „Die Brüder Karamasow“, beeinflusste Dostojewskij das Schaffen von Friedrich Nietzsche, Franz Kafka, William Faulkner, Albert Camus, Ernest Hemingway und Gabriel Garcia Marquez. Sie könnten Dostojewskis Ausruf bestätigen: „.. was gibt es Phantastischeres, Überraschenderes als die Wirklichkeit?“
Dazu sind alle Interessenten herzlich eingeladen.
Martin Schmidt

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