Bertolt Brechts „Flüchtlingsgespräche“, vorgestellt von Uwe Jordan

Erstellt: Freitag, 02. Februar 2018 Zuletzt aktualisiert: Freitag, 02. Februar 2018 Geschrieben von Martin Schmidt

„Alle großen Ideen scheitern an den Leuten“(Bertold Brecht)

Uwe Jordan liest 2017 beim Hoyerswerdaer Kunstverein Am Donnerstag, 08. Februar 2018, um 17 Uhr stellt Uwe Jordan im Schloss Hoyerswerda Bertolt Brechts „Flüchtlingsgespräche“ vor. Die Texte entstanden 1940/41 als Bert Brecht mit seiner Familie auf der Flucht in Finnland war und am Theaterstück „Puntila und sein Knecht Matti“ arbeitete. Zwei Männer - Ziffel, ein Arbeiter, und Kalle, ein Physiker – Beide Flüchtlinge aus Deutschland, unterhalten sich beim Bier über Gott und die Welt. Am Anfang heißt es: „Der Paß ist der edelste Teil von einem Menschen. Er kommt auch nicht auf so einfache Weise zustand wie ein Mensch…“ Die beiden sprechen über Essen, Trinken, Vergangenheit und Gegenwart, über Krieg und Frieden, über die Schweiz, Frankreich, Dänemark und Schweden, über Demokratie und Terror, über Ordnung und Unordnung usw. Da geht es kurios oder ironisch, geistreich und heiter zu. Etwa: „Wo nichts am rechten Platz liegt, ist Unordnung. Wo am rechten Platz nichts liegt, ist Ordnung“. Brecht verführt durch Widersprüche und Zweifel zum Nachdenken. Die Texte entstanden in mehreren Etappen, wurden weder vollendet noch zu Brechts Lebzeiten veröffentlicht, sondern erst 5 Jahre nach seinem Tod. Dann fanden sich jedoch Theaterleute, die diese Dialoge auf die Bühne brachten und Freunde fanden. Brechts Ideen verlocken nicht nur zum Lachen, sondern vielmehr zum Gespräch. Am 10. Februar vor 120 Jahren wurde Bert Brecht geboren. Danken wir ihm für seine Texte. Alle Literatur- und Theaterfreunde sind zu Uwe Jordans Lesung herzlich willkommen. Martin Schmidt

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