GrenzgängeR- Hoyerswerdaer Gespräche mit dem österreichischen Schriftsteller Robert Prosser

Erstellt: Freitag, 05. Januar 2018 Zuletzt aktualisiert: Donnerstag, 18. Januar 2018 Geschrieben von Martin Schmidt

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Spannender Blick auf Jugoslawien und seine Auflösung

Buchcover zu Robert Prossers Roman "Phantome" Am Freitag, dem 19. Januar 2018, um 17 Uhr  setzt der Hoyerswerdaer Kunstverein im Schloss Hoyerswerda die Reihe „GrenzgängeR- Hoyerswerdaer Gespräche 15 (2018)“, gefördert von der Robert Bosch Stiftung, fort. Der Schriftsteller Robert Prosser, Innsbruck (Österreich) stellt seinen Roman “Phantome“ vor. Der Berliner Rundfunk-Journalist Mirko Schwanitz moderiert das „Gespräch am Kamin“-. Mit seinem vierten Roman „Phantome“, erschienen 2017, entführt der österreichische Autor Robert Prosser die Leser nach Wien und in Nachfolgeländer Jugoslawiens. Er vermittelt einfühlsam und doch betroffen die Sicht eines Außenstehenden. Prosser urteilt nicht, sondern erzählt von Hoffnung und Not Betroffener und Handelnder. Geboren 1983 in Tirol, wurde Prosser zuerst bekannt durch seine Leidenschaft für Graffiti und Musik. In seinem Roman „Phantome“ erzählt er spannend und Kenntnis reich von deren Akteuren. Ihr bisheriges Wetteifern kehrt sich plötzlich ins Gegenteil, sie werden in einen Krieg zwischen bisher zusammenlebenden Völkern und gegenseitig tolerierte Religionen gerissen. Anisa aus Sarajewo muss fliehen und verliert ihre Familie. Ihr Freund Jovan, ein bosnischer Serbe, wird zum Wehrdienst gezwungen. Rudolf Prosser ist ein spannender Erzähler, in Geschichten und Bildern beschreibt er Land und Leute, die er mehrfach besuchte und dort recherchierte. Dass diese Ereignisse sich in Europa zutrugen, erwächst aus den Gesprächen und Erlebnissen der beiden Akteure bzw. ihrer Familien. Er weckt bei uns Lesern Fragen nach möglichen Ursachen, ohne leichtfertige Vorwürfe. Diese Offenheit weckt Nachdenken und lädt zum Gespräch ein. Prosser besuchte mehrfach das das sich in Kämpfen auflösende Jugoslawien, er erzählt bewegend, poetisch und tragisch zugleich. “Ein ergreifender Roman“, schreibt ein Rezensent, „der in ironischer Trockenheit und gekonnter Manie aufklärt und Einblick gibt, wie es damals und heute um die Konfliktsituation stand/steht: Serben, Kroaten, Vucic, Mladic – um dann wieder einzutauchen in einfühlsame und ergreifende Schilderungen wie die sehr persönlichen Reflexionen Anisa‘s über die Kunstgemälde des Museums. Sehr gelungen!“
Dazu eine herzliche Einladung. Ihr Martin Schmidt

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