Einmischung ist die einzige Möglichkeit realistisch zu bleiben. Erinnerung an Heinrich Böll zum 100. Geburtstag

Erstellt: Dienstag, 21. November 2017 Zuletzt aktualisiert: Dienstag, 21. November 2017 Geschrieben von Martin Schmidt

Heinrich Böll zum 100. Geburtstag

Uwe Jordan liest beim Hoyerswerdaer Kunstverein, 2017. Vor 100 Jahren wurde der Schriftsteller Heinrich Böll geboren. Der Hoyerswerdaer Kunstverein erinnert an den Literatur-Nobelpreisträger am Donnerstag, dem 07. Dezember 2017, um 19 Uhr im Schloss Hoyerswerda. Die Jugend Heinrich Bölls war vom zweiten Weltkrieg geprägt. Seine Erlebnisse erzählte er in seinen frühen Erzählungen „Wanderer, kommst Du nach Spa…“, “Wo warst Du Adam?“ und „Haus ohne Hüter“. Seit 1951 gehörte er zur Schriftsteller-Vereinigung Gruppe 47. Seine Sommer verbrachte er in Irland, davon erzählt er liebevoll, humorvoll in seinem „Irischen Tagebuch“. 1959 erschien sein Roman “Billard um halbzehn“, der das Leben in der jungen Bundesrepublik aufnahm und ihn bekannt machte. Heinrich Böll stellte sich auch in den nächsten Büchern den Fragen seiner Zeit, arbeitete im Deutschen und im Internationalen PEN Club, einer weltweiten Schriftsteller-Vereinigung, mit und leitete diese zeitweilig. Nach Erscheinen seines Romans „Gruppenbild mit Dame“ erhielt er 1972 den Literatur-Nobelpreis. Als Zeitgenosse und engagierter Bürger folgte Heinrich Böll dem Grundsatz: „Einmischung ist die einzige Möglichkeit realistisch zu bleiben.“ Uwe Jordan wird durch seine Auswahl aus Kurzgeschichten und Erzählungen einen Einblick in Leben und Werk Heinrich Bölls geben und an diesen engagierten Zeitgenossen und Künstler erinnern. Alle Literaturfreunde sind herzlich willkommen. Martin Schmidt

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