Meine Reisen in die unbekannte Mitte Europas: Ingo Petz erzählt über Belarus, das heutige Weißrussland

Erstellt: Montag, 06. März 2017 Zuletzt aktualisiert: Montag, 06. März 2017 Geschrieben von Martin Schmidt

„Wo bitte geht‘s nach Belarus?“ Meine Reisen in die unbekannte Mitte Europas: Ingo Petz erzählt

Der Schriftsteller Ingo Petz, Berlin In der Reihe Grenzgänger – Hoyerswerdaer Gespräche 2017 der Robert Bosch Stiftung und des Hoyerswerdaer Kunstvereins berichtet der Berliner Journalist und Schriftsteller Ingo Petz am Freitag, 24. März 2017, um 19 Uhr im Schloss Hoyerswerda von seinen Reisen nach Belarus „Wo bitte geht es nach Belarus?“, Aserbaidschan („Kuckucksuhren in Baku“) und Neuseeland („Kiwi Paradise“). Ingo Petz ist Vorstandsmitglied der Deutsch-Belorussischen Gesellschaft und gilt als einer der besten Kenner der modernen Musik, der Kultur und der sozialen Struktur jenes Landes in der Mitte Europas. Der Berliner Journalist Mirko Schwanitz moderiert das Gespräch. Ingo Petz wurde 1973 in Stolberg (Rhld.) geboren, studierte Osteuropäische Geschichte, Slawistik und Politikwissenschaft an den Universitäten Köln und Wolgograd. Er arbeitete als Reporter bei deutschen Zeitungen, zwei Jahre in Neuseeland und in Aserbaidschan. Er sagt: „Belarus ist ein europäischer Kulturschatz, es lohnt, dass man ihn birgt. Das Land hat eine der reichsten Märchen- und Legendenschätze unter den slawischen Völkern – und eine starke poetischen Tradition…“. Zu den bekanntesten weißrussischen Schriftstellern zählen Wassil Bykau (1924 -2003) - „Alpenballade“ und Swetlana Alexijewitsch (geb. 1948) „Der Krieg hat kein weibliches Gesicht“, Literatur-Nobelpreis 2015. In Pinsk wurde der Reporter Ryszard Kapuscinski (1932 – 2007) geboren und in Witebsk der Maler Marc Chagall (1887 – 1985). Belarus hat 9,5 Millionen Einwohner, seine längsten Grenzen verbinden es mit Russland, Polen und der Ukraine. Es war das erste Land, das im 2. Weltkrieg besetzt und als letztes befreit wurde. Die Hauptstadt Minsk hat 18 Museen und 12 Theater. „Wer das osteuropäische Land kennen lernen will, braucht Geduld, Pioniergeist und ein gutes Auge“, sagt Ingo Petz. Zur Begegnung und zum Gespräch mit diesem aufmerksam weltwandernden Autor sind alle Interessenten der neueren Geschichte Europas herzlich willkommen. Martin Schmidt

Zugriffe: 388