Manfred Kegel - Glückwunsch zum 75.

Erstellt: Mittwoch, 20. August 2014 Zuletzt aktualisiert: Mittwoch, 20. August 2014 Geschrieben von Martin Schmidt

Umgang mit den Künsten hält Herz und Kopf jung

Manfred Kegel zeigt seine archäologischen Fundstücke „Ohne Musik wäre das Leben ein Irrtum“. Diese Erkenntnis des Philosophen Friedrich Nietzsche verwirklicht seit Jahrzehnten unser Mitbürger und Freund Manfred Kegel auf vielfache Weise. In Pinnow (Uckermark) geboren, sollte er die Landwirtschaft seiner Eltern übernehmen, ihn zog die Lust Neues zu entdecken in die Lausitz, die im Aufbruch war. Sein Lernen begann beim Tiefbau, in Zeißig erwarb er das Zeugnis als Betonfacharbeiter, anschließend schloss er in Cottbus erfolgreich das Studium als Bau-Ingenieur ab. Sein Weg führte ihn nach Hoyerswerda zum Gerüstbau, er betreute zahlreiche Baustellen in der DDR und im Ausland, bis die deutsche Einheit ihm die Gründung eines eigenen Betriebes ermöglichte, den heute sein Sohn Andreas weiterführt.
In seiner Freizeit hatte er die Liebe zur Musik entdeckt, sie vervollkommnete er an der hiesigen Musikschule. Sein Können auf der Trompete bewies er u.a. bei Festen der „Jungen Talente“. Im einstigen Saal des Kastanienhofes traf er dabei auf die für Gesang begeisterte Barbara. Seither wandern sie ihren Lebensweg gemeinsam. Im Martin Luther-King-Haus entdeckte man sein Talent zu singen, das ihn seit dessen Gründung des Oratorienchores durch Kantor J. Leue an diesen bindet. Die in der Jugend erworbene Liebe zur Natur ließ ihn nicht nur einen Garten schaffen, sondern auch die Zeugnisse früher Kulturen auf den Tagebauvorfeldern entdecken. Heinz Trost und Dr. Günter Wetzel vermittelten ihm erstes Wissen und Handfertigkeiten zum Umgang mit Bodendenkmalen. Heute sieht er auf Äckern nicht nur kleinste Tonscherben oder Steinwerkzeuge, sondern kann dank eifrigem Lernen auch von deren vieltausendjähriger Geschichte erzählen, von Menschen und fernen Zeiten, deren Kulturen er nun auch in fremden Ländern aufsucht.
Mehr als zwei Jahrzehnte gestaltete er die 200 Ausstellungen mit Werken berühmter und junger Künstler in der Kleinen Galerie des Freundeskreises der Künste und Literatur in Hoyerswerda mit, war in Ateliers, Druckwerkstätten, Kunstsammlungen und Ausstellungen ein gern gesehener Gesprächspartner. Seine Liebe zu Bildern lässt ihn nicht los, Jahr für Jahr gestaltet er einen Kalender mit historischen Ansichten zur Geschichte von Bernsdorf, seinem heutigen Wohnsitz. „Die Kunst füllt einen Teil meiner Freizeit aus, sie ist für mich ein Bedürfnis geworden“, bekennt Manfred Kegel. Sein Garten atmet früh geübten Umgang mit der Natur, sein Heim die Liebe zur Kunst, die Musik bestimmt den Rhythmus seines Lebens und Freundschaft seine Lebenslust. Möge unser Miteinander noch Jahrzehnte währen, wünscht der Hoyerswerdaer Kunstverein und gratuliert herzlich.
Bild: Manfred Kegel (Bildmitte) zeigt seine archäologischen Fundstücke

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